Aktuelles

Hier finden Sie tagesaktuell die DATEV Infothek. Außerdem bieten wir Ihnen in unserem Archiv die Möglichkeit, eine umfangreiche Datenbank für Recherchen zu nutzen.




 

Infothek

Zurück zur Übersicht
Steuern / Einkommensteuer 
Freitag, 17.06.2022

Zu Unterhaltsaufwendungen an in Deutschland geduldete Angehörige

Der Bundesfinanzhof entschied, dass Unterhaltsleistungen an in Deutschland (lediglich) geduldete (= Aussetzung der Abschiebung), nicht unterhaltsberechtigte Angehörige weder nach § 33a EStG noch nach § 33 EStG als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen sind (Az. VI R 40/19).

Im Streitfall waren die Kläger Eheleute, die für das Streitjahr 2014 zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Die Schwester der Klägerin lebte zu Beginn des Streitjahres gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter in der Ukraine. In 2014 nahmen die Kläger die Familie in Deutschland auf. Sie stellten ihr Wohnräume zur Verfügung und übernahmen die Aufwendungen für Lebensmittel, Versicherungen, Rechtsanwalt und Sprachkurse. Später im Streitjahr erhielten die aufgenommenen Personen den Aufenthaltsstatus “Aussetzung der Abschiebung” (= Duldung) gem. § 60a AufenthG. In ihrer Einkommensteuerklärung für das Streitjahr machten die Kläger einen Betrag von insgesamt 15.827 Euro als außergewöhnliche Belastungen geltend, die das beklagte Finanzamt bei der Einkommensteuerfestsetzung nicht berücksichtigte. Die daraufhin erhobene Klage wurde vom Bundesfinanzhof abgewiesen.

Zurück zur Übersicht

Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.